Das kannst Du auch schlechter, oder?

Wir streben alle nach höher, weiter, besser, schneller und dank der Wissens[ver]teilung im Web stehen jedem Menschen unzählige Ressourcen zur Verfügung seine eigene Arbeit jeden Tag zu verbessern – ganz für umsonst, es kostet nur Zeit und Willen.

Für mich habe ich den Weg gefunden, nachdem man ein Problem gelöst hat, sich nochmal zu fragen ob man das Ganze auch hätte schlechter lösen können. Wenn man diese Frage mit „Nein, das hätte ich nicht schlechter lösen können“ beantwortet, dann ist man auf der sicheren Seite, dass die selbst erstellte Lösung sich eher hinten an der Brillant-Schlange angestellt hat. Und man sollte nochmal kritisch über die eigene Arbeit schauen.

Aber wenn man mit sicherer Stimme „Ja, das hätte ich auch schlechter machen können“ sagen kann, sollte man sich trotzdem noch nicht ausruhen, sondern schauen, in welchen Punkten man hätte schlechter arbeiten können:

  • Die Lösung löst genau ein Problem
  • Irgendwann schreibe ich noch Dokumentation
  • Beim nächsten Mal muss ich das nochmal strukturierter schreiben
  • Eigentlich sollte ich auf Serverseite ein Caching einbauen
  • Eigentlich sollte ich auf Clientseite ein Caching einbauen
  • „Das da“ muss man irgendwann nochmal auf korrekte Eingabe prüfen (nein jetzt!)
  • In einem Jahr verstehe ich das nicht mehr (rocketscience!)
  • Außer mir versteht das jetzt schon keiner (unique rocketscience!)
  • Ich kann gar nicht so genau sagen warum es funktioniert (copy n paste science?)
  • Wegen Komponente XYZ kann ich Bibliothek ABC nicht auf die neuste Version anheben (Sicherheit, Geschwindigkeit, Zukunftssicherheit)

Um ein paar Möglichkeiten zu nennen…

Und auch wenn es in der Realwelt nicht immer möglich ist perfekte Technologien zu liefern, ist das Wissen der Existenz dieser und das Streben danach wichtig.